Meine Arbeit in Armenien + Kunst und Konflikt

Art and Conflict

Before traveling to Armenia again, I had the opportunity to participate in the conference “Renaissance of Arts and Culture in Ukraine exemplified by Odesa and the Odesa region.”

The two days I attended were very moving, informative, and inspiring, filled with powerful testimonies from Ukrainian artists and cultural workers, as well as politicians. There was an astonishing lecture by Allan Guggenbühl on “Culture in Times of War,” emphasizing culture as the backbone of society.

At first, I wasn’t quite sure what I could contribute to the discussion, but it became clear to me, step by step, that my work—art education in crisis areas—is truly important, impactful, and valuable.

Shortly afterward, I was able to conduct a workshop with a group of Ukrainian refugee children at the Creaviva.

The Summer in Armenia

The theme of „conflict“ continued to follow me in Armenia. Whether it was meeting a Russian refugee, hearing the emotional accounts of a good Armenian friend who shared his experiences from the war, witnessing the simmering humanitarian crisis in Artsakh, or a very moving workshop with young men who served in the 2020 war and are now grappling with numerous mental challenges, images, and memories of the horrors of war. It was a sensually oriented workshop, which started off quite wildly from their side and then transformed into a wonderfully contemplative creative process.

This was the last workshop of the summer. Prior to that, I conducted numerous diverse workshops in Yerevan, Vanadzor, and Gyumri. I worked with children, teenagers, adults, the staff and performers of an inclusive theater, and a humanitarian organization.

This summer, and indeed last summer in Armenia, have helped put many things in perspective for me. I feel humble and deeply grateful for these experiences and for the privilege of living such a privileged and, yes, pampered life. Even my Western, somewhat arrogant perspective on art was thankfully shaken up.

Kunst und Konflikt

Noch bevor nach wieder nach Armenien gereist bin, durfte ich an der Konferenz “Renaissance of Arts and Culture in Ukraine exemplified by Odesa and Odesa region” teilnehmen.

Die zwei Tage, die ich miterleben durfte, waren sehr berührend, informativ und motivierend. Mit sehr bewegenden Zeugnissen von ukrainischen Kunst- und Kulturschaffenden sowie von Politikern. Und einem erstaunlichen Vortrag von Allan Guggenbühl über ‚Culture in Times of War‘. Mit der Betonung auf Kultur als Rückgrat der Gesellschaft.

Ich für meinen Teil habe anfangs nicht ganz verstanden, was ich zu der Diskussion beitragen kann, aber dann wurde mir Schritt für Schritt klar, dass meine Arbeit, also die Arbeit der Kunstvermittlung in Krisengebieten tatsächlich wichtig, wirkungsvoll und wertvoll ist.

Kurz darauf durfte ich im Creaviva mit einer Gruppe ukrainischer Flüchtlingskinder einen Workshop durchführen.

Der Sommer in Armenien

Das Thema ‚Konflikt‘ hat mich in Armenien weiter verfolgt. Sei es die Begegnung mit einem russischen Flüchtling, die emotionalen Schilderungen eines guten armenischen Freundes, der mir von seiner Zeit im Krieg erzählt hat, die schwelende humanitäre Artsakh Krise und zu guter Letzt ein sehr berührender Workshop mit jungen Männern, die im 2020 im Krieg gedient haben und nun mit mannigfaltigen mentalen Problemen, Bildern und Erinnerungen an die Ungeheuerlichkeiten des Krieges zu dealen haben. Ein sinnlich angelegter Workshop, der von ihnen aus recht wild begonnen wurde und dann zu einem wunderbar kontemplativen Schaffen sich gewandelt hat.

Es war dies der letzte Workshop des Sommers. Zuvor habe ich zahlreiche abwechslungsreiche Workshops in Jerewan, Wanadsor und Gyumri durchgeführt. Mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, dem Staff und den Performern eines inklusiven Theaters und einer humanitären Organisation.

Dieser und schon der letzte Sommer in Armenien haben vieles bei mir zurechtgerückt, demütig und sehr dankbar bin ich, für die Erfahrungen und dafür ein so sehr privilegiertes, ja verwöhntes Leben führen zu dürfen. Auch meine westlich überhebliche Sicht auf die Kunst wurde gottseidank gerüttelt und geschüttelt.

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