Unbestritten eines der grössten Meisterwerke von Paul Klee und ein grossartiges Beispiel eines genialen, klar strukturierten, malerischen Prozesses in fünf Schritten.
In den letzten Jahren habe ich zahlreiche Workshops nach Ad Parnassum durchgeführt. Immer wieder die fünf Schritte, mehr oder weniger stark modifziert und doch recht nahe an Paul Klee. Fast immer als Teamarbeit. Jeder dieser Workshops war auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden zugeschneidert.
Der Prozess ist, wie Klee schon sagte, ein polyphoner – vergleichbar mit der Musik, in der unabhängig voneinander entstandene Stimmen sich zu einem vielschichtigen Ganzen fügen.
Der erste Schritt, der Rhythmus widerspiegelt die momentane Energie und Befindlichkeit des jeweiligen Teams.
Der zweite, die Stimmung, das Geniessen des Arbeitens mit Farbe.
Im dritten Schritt wird es komplizierter. Der Stolperstein. Die Komposition. Auf der Basis eines Themas des Teams wird eine Komposition erarbeitet. Je nach Bedürfnis, nach Aufgabestellung, mische ich mich mehr oder weniger ein. Geht es darum, ein Thema zu visualisieren, das im Team schon diskutiert und reflektiert wurde, dann ist meine Rolle die des Hinterfragenden. Ist das Resultat, das Gelingen des Bildes wichtiger, dann mische ich mich mit meinen Kenntnissen zur Komposition stärker ein.
Danach wird es ruhig oder speedig oder geschwätzig – je nach Team, je nach Stimmung. Der Pointillismus, die ganze Bildfläche wird mit weissen Tupfen bespielt.
Im fünften und letzten Schritt wird es sinnlich und verspielt. Farbe, Transparenz. Auf der klar strukturierten, sich sehr schön präsentierenden Basis gibt es nun Freiheiten und Möglichkeiten. Vom konservativen Ansatz bis zur verspielten Freude gilt es gerade mal zwei Spielregeln zu befolgen. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis: Fehler werden nicht korrigiert, sondern es werden neue Lösungen gefunden. So bleibt das Bild offen, bis sich das Team entscheidet, dass die Arbeit getan ist und so wird aus einem geplant dreistündigen Workshop oftmals ein längerer, zu dem auch die abschliessende teaminterne Diskussion zur Arbeit, zum Bild, zum Erreichten gehört.

Ich durfte diesen Workshop mit unterschiedlichen Teams, unterschiedlichsten Herausforderungen, Themen und Aufgabenstellungen und auch in Zusammenarbeit mit Entwicklungsberatern durchführen.
Unvergesslich: ein Team von neun Bankern, die mit ihrem Coach ihr Problem des Nicht-Zusammenarbeiten-könnens behandelten. Es galt, sie sorgfältigstens durch den Prozess zu führen, über einige doch unerwartete Schwierigkeiten bis hin zum fertigen Bild, zum Feedback, zum Erstaunen, dass sie dieses Bild tatsächlich zusammen geschaffen hatten, dass sie zusammenarbeiten können.
Herausfordernd: ein eher schwieriger Workshop mit jungen Musiker:innen. Während sich die jungen Popmusiker:innen eher schwer damit taten sich in ein Team einzugliedern und einem vorgegebenen Prozess zu folgen, machten sich die jungen Rapper:innen einen Spass daraus und für die jungen klassisch orientierten Musiker:innen war es ein spannender Kompositionsprozess.
Mit Feingefühl: Nach einer – meines Eindrucks nach – eher schwierigen Sitzung habe ich die Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte des KMB und des ZPK statt des geplanten, inhaltlich herausfordernden Workshops durch einen leichten, sinnlichen Prozess geführt.
Interessant: ich durfte mit Entwicklungsberater:innen und Coaches mehrere, auch teambildende Workshops durchführen. Für mich natürlich spannend zu sehen, ob der Prozess in ihren Augen bestehen kann.
Grossartig: offenbar konnte er bestehen und so wurde ich von den syntaktisch-hypnosystemischen Entwicklunsberater:innen der Trigon eingeladen, mit ihnen ‚auf sozialkünstlerische Weise das Wesen des Schöpferischen zu erkunden‘. ‚Im Rahmen der jährlich stattfindenden «Luzerner Tage der Kunst des Transformierens» sind die Teilnehmenden in diesem Jahr über einen U-Prozess nach Otto Scharmer der Frage nachgegangen, wie sie als Individuen wirksam werden können für eine Welt von morgen.‘
‚Letzten Freitag hatten wir uns gemeinsam mit den Teilnehmenden mittels der Theorie U von Otto Scharmer auf eine sozialkünstlerische Reise begeben und uns mit der Frage auseinandergesetzt, wie wir als Individuen dazu beitragen können, wirksam zu werden für die Welt von morgen.
Dabei haben die Teilnehmenden aufgrund einer klaren Struktur und Vorgehensweise künstlerisch das Wesen des Schöpferischen erkundet und erstaunliche Kunstwerke und Erkenntnisse geschaffen!‘
Julia Andersch, Autorin „Landkarten der Transformation – Syntaktisch-hypnosystemische Entwicklungsberatung“ – Geschäftsführende Gesellschafterin – Beraterin für Organisationsentwicklung
Zu guter Letzt eine sehr schöne Anerkennung meiner Arbeit: und was mich dazu bewogen hat, diesen Beitrag zu schreiben, eine interne Weiterbildung im Creaviva. Ich durfte meine Erfahrungen und den Ad Parnassum Prozess mit meinen Kolleginnen und Kollegen des Creaviva teilen.
Auch weiterhin ist das Creaviva der perfekte Austragungsort für den Ad Parnassum Workshop.
FEEDBACKS
‚Nochmals ein herzliches Dankeschön für den tollen Workshop. Es ist schon unglaublich, wie stark sich der eigene Arbeitsstil im Gestalten wiedererkennen lässt. Das habe ich vorgängig immer wieder gehört, war dann aber dennoch überrascht, wie ausgeprägt die Wirkung ist. Die Erkenntnisse aus dem Workshop haben mich definitiv dazu motiviert, ab und zu etwas mutiger Entscheidungen zu treffen.
Deine Inputs waren zudem immer genau richtig: Nie zu viel, nie zu wenig. Du hast super begleitet. Merci!‘
‚Danke, danke dir lieber Franz. Du hast unglaublich viel ausgelöst in unserem Team und genau deshalb freuen sich nun alle unglaublich auf die Bilder. Sie sind stolz, dass von jedem so viele Emotionen drin stecken…einfach herrlich. Danke, danke.‘ Kathrin Wittwer
‚Wir fanden es sehr bemerkenswert, wie Sie es verstanden haben, in der Kürze der uns zur Verfügung stehenden Zeit das künstlerische Arbeiten mit Farbe, Pinsel und Roller näher zu bringen. Es ist erstaunlich, wie Sie es geschafft haben, alle Teilnehmer so einzubinden und zu motivieren, dass am Ende drei schöne Bilder entstanden sind. Die drei Werke mit unseren firmenspezifischen Vorgaben sind so gelungen, dass wir uns schon darauf freuen, sie in unseren Büro-Räumlichkeiten aufzuhängen. Ihr straffer und herzlicher Führungsstil war die Grundlage für die Gestaltung der wunderschönen «Kunstwerke» im Creaviva des Paul Klee Zentrums, ein unvergessliches Erlebnis für uns alle!‘
Barbara Lerch, Assistentin des CFO, Emch+Berger Holding AG
‚Thank you so much for having such an open heart to share your knowledge and skills with our team today. We all loved it and seek ways to bring more opportunities for creativity in our daily work.‘
Virginia Diploudis, Corporate Communications, Mettler Toledo
‚… die Kursleitung überzeugte, spornte an, führte die Gruppen gekonnt durch den Gestaltungsprozess und zu erfreulichen Resultaten. Das Kursmanagement war professionell, zuvorkommend, hilfsbereit und sorgte für ein gutes Gelingen.‘
Daniel Wyler, Ausbildungsverantwortlicher Pensionskasse des Bundes PUBLICA






















Auch von meiner Warte aus möchte ich betonen, wie sehr ich beeindruckt war, welche tolle Atmosphäre Franz dank seiner super vorbereiteten und organisierten Art in kurzer Zeit erzeugen konnte. Die Gruppe war ja sehr heterogen: sprachlich, kulturell, altersmässig, wie auch von den technischen Kenntnissen her. Wie er es scheinbar locker schaffte, zwischen Fun und Seriosität zu pendeln und die 2.5h für alle zu einem kurzweiligen Farb-Abenteuer werden zu lassen, war Sonderklasse! Fast nebenbei und ohne es richtig zu realisieren, kamen die TN in den Genuss von 5-6 Mal-Techniken, davon einige klee’sche…auch für mich sehr erbaulich! Also: Nochmals herzlichen Dank für die gute Stimmung, die Lacher und den Stolz, den alle nach Hause tragen durften – es hat gfägt!
Adrian Weber, Leitung, SMS Schweizer Malschule
Wir haben uns im ZPK sehr wohlgefühlt und konnten unfassbar schöne Bilder kreieren. Die künstlerischen Anleitungen gekoppelt mit viel Wissensvermittlung durch Franz Brülhart waren für unser Team ein grosser Gewinn und wir dürfen uns über bewegte „Werke“ freuen. Der Anlass wird uns für immer in bester Erinnerung bleiben! DANKESCHÖN – MERCI. Daniel Schoonbroodt, Leitung Therapie, PhysioFit Schönberg Gunten
Franz hat nach der Anfrage für einen Workshop im Creaviva Atelier mit mir Kontakt aufgenommen und mir seine Vorgehensweise und Möglichkeiten erklärt. Schon nach seinen Erklärungen wollte ich diesen Workshop unbedingt besuchen. Ich fühlte mich so gleich inspiriert, so ich das Projekt gut an „meiner Gruppe“ schmackhaft machen konnte.
Im weiteren Verlauf telefonierten wir ein paar Male. Ich habe diese vorbereitenden Gespräche als sehr hilfreich empfunden, denn es wurde mir erst durch die gezielten Fragen von Franz bewusst, was wir als Gruppe noch zu klären haben. Ich fühlte mich mit meinen Anliegen ernst genommen und zu weiteren Klärungen vereinten wir jeweils einen Telephontermin, was sehr hilfreich war. Ich schätzte die klare, direkte Herangehensweise sowohl an die Workshopstruktur als auch an die inhaltliche Struktur.
Für die Rahmenstruktur ausserhalb des Workshops verwies mich Franz Brülhart an die zuständigen Personen.
Es klappte wirklich alles wie am Schnürchen.
Der Workshop selber war super vorbereitet vom Material als auch vom Inhalt.
Franz führte uns sicher und mit viel Wissen durch die verschiedenen Gestaltungsschritte. Mir persönlich war es manchmal zu schnell unter andrem auch für den Gruppenprozess. Obwohl wir uns als einzelne gewohnt sind zu gestalten brauchte es Zeit sich einzulassen. Ich glaube aber, dass sich die anderen Gruppen schneller gefunden haben.
Franz hat ein gutes Gleichgewicht gefunden zwischen etwas entstehen zu lassen und Vorschläge, manchmal technischer Art, einzubringen.
Zurück beim Workshop wurden wir sehr klar zu den nächsten technischen Schritten geführt. Für den letzten Schritt vom Individuellen wieder in das Gemeinsame fehlte aus meiner Sicht genügend Zeit. Da hier die Überraschungen entstehen und es etwas Mut braucht mit Farbe über das Bild zu rollen, hätte ich gerne noch ein bisschen langsamer gearbeitet.
Jedoch entstand bei allen ein tolles Bild, was eine echte Leistung ist.
Aber alles in allem war es, dass sagten auch die anderen ein toller, inspirierender Workshop und auf allen Ebenen gut strukturiert. Wir wurden mit viel Wissen über Paul Klee, Gruppendynamik, Farbenlehre, Maltechniken, viel Power und Herzblut von Franz durch den Nachmittag geführt. Dass wir für unsere Dokumentation selber keine Fotos machen mussten und Franz sie auf eine Dropbox stellte ist für uns perfekt und umsichtig.
Alles in allem war es für uns ein runder Tag.
Obwohl du nicht viel von dir erzählt hast warst du gut spürbar als Person und Künstler.
Herzlichen Dank für deine Inspiration und noch weitere tolle Workshops und künstlerische Aktionen.
Karin Deola, InArtes
Ad Parnassum, Paul Klees Original, 1932, ist zu sehen im Kunstmuseum Bern






